Burkina Faso - Im April 2025 starteten wir einen Spendenaufruf zur Finanzierung der Verteilung von Handwascheinrichtungen. Dank Ihrer Unterstützung konnten die Familien in zwei Dörfern damit ausgestattet werden.
Unser im April 2025 in dieser Zeitung veröffentlichter Aufruf war ein grosser Erfolg. Insgesamt haben Sie CHF 9’679.– gespendet. Mit diesem Beitrag konnten 202 Hygiene-Sets finanziert und das Projekt unter guten Voraussetzungen gestartet werden. Dafür danken wir Ihnen herzlich.
BCOD, unser strategischer Partner vor Ort, hat das Projekt in den beiden Dörfern Godyr und Gourou umgesetzt. Es handelt sich um stark benachteiligte Dörfer, die nur über Lateritpisten erreichbar sind. Vor Ort trafen unsere beiden Animateurinnen Rebecca und Lydie zunächst die Frauen der Dörfer. Von insgesamt 1’147 Familien zeigten 1’102 Interesse und nahmen an den Sensibilisierungsveranstaltungen zum Thema Hygiene teil. Darüber hinaus besuchten die Animateurinnen auch die Schulklassen. Dort erklärten sie die einfachen Schritte des Händewaschens und ermutigten die Lehrkräfte, diese wichtige Aufklärungsarbeit fortzusetzen.
600 Hygiene-Sets wurden an die 1’102 Familien verteilt, wobei sich einige benachbarte Familien ein Set teilten. Jedes Set enthält einen Wasserbehälter, einen Becher, eine Waschschüssel und Seife.
Zusätzlich stellten die Animatorinnen 22 Handwascheinrichtungen in den 6 Schulen der beiden Dörfer auf. In diesem Fall sind die Behälter grösser und auf einem Metallgestell montiert. Ergänzend dazu wurde eine wirtschaftliche Komponenete entwickelt: „Wir haben 20 Frauen pro Dorf in der Herstellung von Flüssigseife geschult“, erklärt Rebecca. „Bereits im Rahmen der ersten Schulung produzierten sie 80 Liter Seife. Sie sind sehr motiviert und können diese Tätigkeit fortsetzen, ihre Gemeinschaft versorgen und ihre Produktion an die Einwohner und Schulen verkaufen.“
Aufbauend auf dem Erfolg in Godyr und Gourou wird das Projekt auf die benachbarten Dörfer ausgeweitet. „Unser Ziel ist es, bis 2028 alle Dörfer der Gemeinde abzudecken“, erklärt Adams, Leiter von BCOD. „Diese Massnahmen sind Teil eines ehrgeizigen Programms, das darauf abzielt, allen EinwohnerInnen Zugang zu Trinkwasser zu verschaffen, indem rund vierzig Bohrungen durchgeführt und etwa sechzig bestehende Anlagen saniert werden. Mindestens 2’000 verbesserte Kochherde sollen gebaut werden. Ausserdem wird in jedem Dorf ein Waldschutzgebiet mit 500 Bäumen angelegt. Hygiene wird durch die Verteilung von mindestens 2’500 Hygiene-Sets verbessert.“ Die Organisation der Wasserbewirtschaf tung und die Schulungen stellen einen wichtigen Aspekt des Programms dar. Bis zum Jahr 2028 könnten die Dörfer der Gemeinde Godyr somit einen echten Wandel erleben.
Philippe Randin

